Linoleum-Designbelag-Elemente-Modular

Linoleum…

und ein schlechter Ruf?

Wenn es in der Beratung um pflegeleichte, strapazierfähige Bodenbeläge geht und ich Linoleum anspreche, kommt es häufig vor, dass Kunden erst einmal ein klein wenig zusammenzucken. Das liegt in vielen Fällen daran, dass dieser Belag häufig für synthetisches Material gehalten wird.

Fakt ist aber, das Linoleum zu ca. 97% aus nachwachsenden und davon zu 72% schnell nachwachsenden Rohstoffen, sowie – in vielen Fällen – aus Recyclinganteilen besteht und ist somit der wohl Ökologischste unter den elastischen Bodenbelägen ist.

Hauptbestandteile sind dabei Leinöl, natürliche Harze, Holz-und Korkmehl, Kalksteinmehl und Pigmente. Diese Zutaten werden zusammen mit weiteren Zuschlägen, die unter anderem auch für das gewollte Oberflächenbild zuständig sind, zu einer Masse vermengt und auf einen Jutegewebe aufgewalzt, das sogenannte Kalandrieren.

Es gibt den Belag in großen Bahnen, Fliesenformaten, auf Klicksystemen, als Sportlinoleum oder in dünneren Varianten für Möbeloberflächen.

Linoleum ist langlebig, antibakteriell, pflegeleicht und fußwarm, weshalb er auch gerne im Kindertagesstätten und -gärten eingesetzt wird. Außerdem lässt er sich problemlos mit Fußbodenheizungen kombinieren. Zur Trittdämpfung lässt sich zudem eine Korkunterlage unter das Linoleum kleben.

Quelle: Forbo.de

Bilder oben/mitte: Forbo.de Linoleum Marmoleum

Der Einsatzfähigkeit sind kaum Grenzen gesetzt und mit etwas Kreativität lassen sich unglaublich schöne und interessante Oberflächen anfertigen, weit ab von der gewohnten, flächigen Eintönigkeit. Dabei warten Hersteller mit immer ausgefalleneren Strukturen auf, welche sich durch den Herstellungsprozess nie ganz gleichen.

Das verleiht Linoleum seinen einzigartigen Charakter.

handgefertigte Intarsie in einer Praxis

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