Flecken in Holzoberflächen

Flecken in Holzoberflächen

Wasserflecken in Holzböden, -tischen oder -terrassen

Wer kennt es nicht: Da lässt man den Blumentopf, das schmiedereiserne Tischchen oder den Christbaumständer etwas unbedacht stehen und schon hat man die Bescherung: schwarze oder dunkelviolette Flecken im geölten Holzboden oder auf der Terrasse. Vermeintliche Wasserflecken, die sich nur noch mit Schleifen entfernen lassen. Doch halt, stopp!

Gerbsäurereaktion im Holz

Typischerweise bilden sich solche Makel in besonders gerbsäurereichen Hölzern wie Eiche oder Rüster. Es ist das Ergebnis einer Reaktion mit Metallionen und dem Inhaltsstoff des Holzes. Eine solche Wirkung haben beispielsweise auch zementhaltige Stoffe wie Fliesenkleber oder Maurermörtel. Da prangt er also, ein Fleck. Vermeintlich tief und unheilvoll, mitten auf unserem geliebten Holzboden, oder Tisch, oder Terrasse. Aber jetzt kommt´s: So eine Gerbsäurereaktion lässt sich ganz ohne mechanischem oder abrasivem Einwirken einfach neutralisieren, mit Oxalsäure etwa. Diese wird schon länger als mildes Bleichmittel oder zur Entfernung von Rostflecken verwendet. Sie ist in höherer Konzentration gesundheitsschädlich, kommt aber in geringeren Mengen auch in Lebensmitteln, wie zum Beispiel Tee oder Schnittlauch vor. Jetzt können wir natürlich nicht fröhlich Lauch in unsere Böden reiben. Darum hat sich bereits vor einiger Zeit die Firma WoCa etwas einfallen lassen und ein Gerbsäurefleckenspray entwickelt, welches im Fachhandel zu haben ist. Dieses Mittel hat sich schon mehr als einmal in unserem täglichen Einsatz mit Holzböden bewährt.

In einem kleinen Versuchsaufbau habe ich auf rohen Eichenbrettern eine feuchte, rostige Metallfeile liegen und einwirken lassen. Das Ergebnis spricht für sich:

Gerbsäure-Fleckenspray-Versuch

In der praktischen Anwendung heißt das, dass wir innerhalb kurzer Zeit, ohne Aufwand diese Flecken verschwinden lassen können. Nur Aufsprühen, Einwirken, Abwischen, Nachölen, fertig. Da ist in einer Viertelstunde sogar noch Zeit für eine Tasse Kaffee.

Aber auch Kaffee-/Rotweinflecken oder andere Verschmutzungen lassen sich meist vollständig und einfach entfernen. Vorausgesetzt man nutzt die richtigen Mittel. Also, bevor man dem schurkischen Schmutz mit einem Schwingschleifer zu Leibe rückt, lohnt es sich, fachlichen Rat einzuholen